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Ursprüngliches Geläut

Das ursprüngliche Geläut bis 2016: Zwei Eisenhartgußglocken und eine Bronzeglocke aus dem Mittelalter.Ursprüngliche Glocken stammen aus dem Mittelalter. Erstaunlicherweise seien die Glocken der Kirchen im Verhältnis zur Armut der Dörfer sehr groß. „Hier wurde nicht gespart“, erklärt der Glockensachverständige Claus Peter aus Westphalen als er zu Beginn des Projektes das ursprüngliche Geläut bewertete. In Dabel erklangen zwei Eisenhartgussglocken, um die Gläubigen zum Gottesdienst oder zu Konzerten einzuladen. Die Glocken verkünden ebenfalls Todesfälle. Ihr Klang begleitet die kirchlichen Amtshandlungen wie Trauungen und Beerdingungen. Im denkmalwerten Glockenstuhl hängen drei Glocken. Neben den beiden derzeit geläuteten Eisenhartgussglocken existiert noch die kleinere der ursprünglichen zwei Bronzeglocken der Kirche, entstanden um 14. Jahrhundert. Sie wiegt etwa 300 Kilogramm und ist völlig schmuck- und inschriftlos, was für Glocken aus diesem Zeitraum nicht ungewöhnlich ist. Die Glocke ist zu einem nicht bekannten Zeitpunkt zersprungen. Sie wurde mit einer Verklammerung repariert, der ausgearbeitete Riss ausgegossen. Glockensachverständiger Claus Peter: „Vielerorts haben sich die Reparaturen hervorragend bewährt und die Glocken befinden sich bis heute in voll betriebsfähigem Zustand. Hier jedoch ist die Oberfläche an einigen Stellen aufgeplatzt, so dass die darunter liegende Eisenklammer frei liegt und rosten kann.“ Gründe der Beschädigung könnten in unsachgemäßem Läuten liegen, vermutet Pastor Lange. Die Glocke wird geschont und soll nun wieder repariert werden. Da bei einer Schweißung zuvor der gesamte Reparaturbereich mit Eisenklammerung ausgeräumt werden muss, kann eine Änderung der Schlagtonhöhe eintreten. Die beiden Eisenhartgussglocken sollen durch Bronzeglocken ersetzt werden. „Eisenhartgussglocken rosten durch und halten nur eine begrenzte Zeit“ erklärt Lange. Darum sei es sinnvoll, diese gleich mit auszutauschen und ein stimmiges Geläut zu disponieren.

Astrid Lange lässt die Glocken erklingen. Hansherbert Lange begrüßt die Besucher zum Gottesdienst. Im Hintergrund befindet die Spendentruhe für die neuen Glocken.  Sein Wunsch ist die Erweiterung des Geläuts um weitere zwei kleine Glocken. Bei fünf Glocken könnte dann sogar unterschiedliches Geläut zu verschiedenen Anlässen erklingen. Glockensachverständiger Claus Peter bestätigt: „Mehrere Glocken sind in liturgischer Hinsicht reichhaltiger und differenzierbarer einsetzbar.“ Ein so großes Glockenspiel ist für eine Dorfkirche schon ungewöhnlich. „Allerdings passt es gut zu Dabel, da der Ort den Handglockenchor und ein kleines Geläut in der Orgel habe“, erklärt Pastor Lange. Gute Nachrichten hat er bereits vom Statiker erhalten. Seine Überprüfung hat ergeben, dass es keine Schäden gibt. Da nur noch zwei kleine Glocken mit 180 und 130 Kilo dazu kommen, rechnet Pastor Lange nicht mit großen statischen Problemen: „Der Kirchturm hat bis jetzt die drei gut getragen, darum bin ich sicher, dass sich die Pläne mit fünf Glocken umsetzen lassen.“ Er weiß auch, dass die Erweiterung weitere Maßnahmen mit sich bringen wird. Derzeit rechne der Statiker für die Variante in der die neuen Glocken über den Jetzigen platziert werden. So haben die Turmbläser weiterhin im Glockenturm Platz. Die können dann auch die Widmungen auf den neuen Glocken lesen. Auf jeder Glocke soll ein Bibelwort stehen, das von Schriftgestalter Prof. Werner Schneider aus Freudingen entworfen wird. „Eine Glocke ist ein Gesamtkunstwerk“, erklärt Claus Peter, der den Kontakt zum Schriftgestalter vermittelt hat. Dazu gehöre auch die Inschrift, welche in Größe, Schriftform und Erhabenheit zur Glocke passen muss. Die Widmungen sollen den Hauptmusikgruppen Dabels gelten. Seit einigen Jahren sammelt Hansherbert Lange für die Dabeler Glocken. Im Vorraum der Kirche weißt ein Schild auf den Spendeneinsatz hin. Wer etwas durch den Einwurfschlitz der großen Truhe gibt, hört zwei kleine Glöckchen klingeln. Pastor Hansherbert Lange: „Wann die alte Glocke repariert und die neuen Glocken gegossen werden können, hängt natürlich vom Geld ab.“ Darum wäre es gut, wenn die kleinen Spendenglöckchen möglichst oft erklingen.

 

Ein kleines Klingeln erinnert die Spender an den Zweck der Sammlung.Die Finanzierung des neuen Dabeler Geläuts erfolgt außschließlich durch Spenden.

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