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Die Baumaßnahmen beginnen

Umfangreiche Sanierungen am Glockenturm beginnen.Die Schweriner Volkszeitung berichtete am 4. Juni 2015  (Text: Roland Güttler)

Seit einem Jahrzehnt wird daran gearbeitet; seit dieser Woche nun wird’s ernst. Die Parchimer Firma Rogmann, die sich auf Sakralbauten spezialisiert hat, rüstet in Dabel die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert ein. Später erfolgt das auch im Kircheninneren, damit Mauerwerk und Glockenstuhl verstärkt werden können. Denn bis Frühherbst soll die Glockenhochburg Dabel – überregional bekannt u.a. durch seinen Handglockenchor – um eine Attraktion reicher werden. „Dann gibt es fünf aufeinander abgestimmte Glocken als Geläut“, so Astrid Lange gegenüber SVZ im Auftrag der Kirchengemeinde Dabel.

Derzeit hängen im Gotteshaus drei Glocken, eine mittelalterliche; die freilich restaurierungsbedürftig ist und nur noch zu hohen kirchlichen Feiertagen geläutet wird, sowie zwei Eisenhartgussglocken. Deren Problem ist der Rost, inzwischen deutlich sichtbar. Und ehe die Glocken in der Dabeler Kirche womöglich ganz verstummen, wird gehandelt. Vor zehn Jahren erfasste und prüfte der Glockensachverständige Claus Peter aus Hamm im Auftrag der Landeskirche sämtliche Glocken in Mecklenburg. Peter entdeckte dabei, zur Freude der Kirchengemeinde, in Dabel die Mittelalter-Glocke – aber auch die genannten Probleme beim Dreier-Geläut. Seitdem arbeitete speziell Pastor Hansherbert Lange, der vergangenen Oktober aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt wurde, an dem (seinem) Glockenprojekt. Vor allem galt es die finanziellen Mittel dafür aufzutreiben, von privat, aber z. B. auch von der Stiftung „Kirchliches Bauen in Mecklenburg“. In den vergangenen zwei, drei Jahren wurde an der Thematik verstärkt gearbeitet, berichtet Astrid Lange, die ihren Mann tatkräftig unterstützt. Die Kirchengemeinde hat Pastor i. R. Lange ausdrücklich beauftragt, sich weiter um den Fortgang zu kümmern, damit er sein Lebenswerk vollendet.

Und Dabel ist dabei, seinen Ruf als Glockenhochburg zu untermauern, indem jetzt gar ein Fünfer-Geläut in den Glockenstuhl einziehen wird. Zum Vergleich: Die große Stadtkirche von Sternberg hat nur zwei Glocken. „Der tiefe Ton fehlt komplett“, so Pastorin Katrin Teuber. In Karlsruhe werden vier neue Glocken gegossen. Zurück nach Dabel. Deren historische Glocke soll in Nördlingen/Bayern restauriert werden. Anschließend geht das gute Stück nach Karlsruhe zur Glockengießerei Bachert. Hier werden die vier für Dabel bestimmten neuen Glocken aus Bronze gegossen; die, ausgehend von der historischen, dort aufeinander abgestimmt werden. „Bronzeglocken halten Jahrhunderte und klingen auch viel schöner“, so Hansherbert Lange. Jede Glocke erhält zudem eine spezielle Dabeler Verzierung etwa für die Musikgruppe, den Kirchen-, Posaunen- und Handglockenchor plus einem Bibelspruch. „Der für den Kirchenchor lautet: ,Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder‘“, verrät Astrid Lange.
Auch sonst begegnet einem das Glocken-Thema im 1500-Einwohner-Ort allenthalben. Unweit des Kircheneingangs steht die Bronzeskulptur „Glockenspielerin“, geschaffen vom ortsansässigen Künstler Eckhardt Erbguth. Das wunderschöne Kircheninnere beherbergt seit 1995 eine so genannte Glockenorgel. Mit zwei speziellen Registern – Carillon und Zimbelstern –, die sich Hansherbert Lange zusammen mit dem Plauer Orgelbaumeister Wolfgang Nußbücker ausdachte. Zieht die Organistin z. B. das Carillon-Register zum Glockenspiel, zieht der von Nußbücker integrierte Küster im Carillon mit seinen 13 eingebauten Glocken symbolisch am Strick.

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